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Erfolgreiche Migration auf Windows 7 mit Effizienz und Planbarkeit

Microsoft wird gemäß dem Produktlebenszyklus den Support für Windows XP und Office XP/2003 in absehbarer Zukunft einstellen. Dies bedeutet, dass keinerlei Support, Updates und Gewährleistungen in Anspruch genommen werden können.

Mit Windows 7 hat Microsoft die Benutzeroberfläche des Betriebssystems für eine bessere Benutzerfreundlichkeit überarbeitet. Windows 7 bietet durch bereitgestellte Tools wie Bitlocker und Applocker einen verbesserten Sicherheitsstandard. Des Weiteren werden durch die Nutzung von Windows 7 Supportkosten durch spezielle Toolkits  verringert und bestehende Hardwareressourcen durch 64bit-Technologie ausgeschöpft.

H&D verfügt über umfassende Erfahrung in allem Windows 7 Migrationsphasen. Wir haben  unsere eigene Infrastruktur erfolgreich umgestellt und im Umfeld unserer Kunden verschiedene Migrationsprojekte erfolgreich abgeschlossen.

Wir haben für Sie aus unserem Erfahrungsschatz im Folgenden zu einigen häufig auftretenden Stolpersteinen nützliche Informationen bereitgestellt:

1. Warum und wann auf Windows 7 migrieren?

2. SMART Windows 7-Migrationsmodell

3. 64-bit oder 32-bit?

4. Windows 7 und Office 2010 gemeinsam migrieren?

5. Erfolgsfaktoren einer Windows 7-Migration

6. Anwendungskompatibilität bei der Windows 7-Migration sicherstellen

 

Weitere Informationen erhalten Sie in den folgenden Unterlagen:

Warum und wann auf Windows 7 migrieren?

Warum und wann auf Windows 7 migrieren?

 

Von Windows XP auf Windows 7 migrieren

Windows XP hat sich seit der Veröffentlichung 2002 als stabiler Standard im Markt durchgesetzt. Dennoch führt an einer Migration auf Windows 7 mittelfristig kein Weg vorbei. Die Gründe dafür werden im Folgenden erläutert.

 

Vorteile von Windows 7

Formal ist Windows 7 ein Major Release von Windows Vista. Das ist u.a. aus dem Tatbestand ableitbar, dass die Migration von Windows Vista auf Windows 7 ohne Neuinstallation des Systems möglich ist, nicht aber von Windows XP.

Microsoft hat sich die Kritik an Windows Vista, hohe Hardwareanforderungen und schwache Performance, zu  Herzen genommen und nachgebessert. Von daher spielt sich ein großer Teil der Neuerungen von Windows 7 unter der Oberfläche ab.

Die Anzahl an Neuerungen, die Microsoft dem System mitgegeben hat, ist überschaubar. Die wichtigsten Punkte sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

System

Optimierung des Systems ins Hinsicht auf Ressourcenverbrauch, Festplattensteuerung, Boot- und Shutdowngeschwindigkeit

BitLocker to Go

Erweiterte Unterstützung der Verschlüsselung von Wechseldatenträgern, z.B. USB-Sticks

DirectAccess

Vereinfachung und Performancesteigerung beim Zugriff von außen auf ein Firmennetz. Setzt allerdings IPV6 voraus

AppLocker

Steuern der Installation von Anwendungen auf Firmenrechnern. Es können sowohl bestimmte  Anwendungen verboten werden als auch Anwendungen ausdrücklich zugelassen werden

BranchCache

Verbesserung der Anbindung von Niederlassungen durch automatisches Zwischenspeichern von Dateien

Änderung der Benutzerkontensteuerung

Erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten in der Benutzersteuerung


 

Eine vollständige Übersicht gibt Microsoft hier. Diese Themen an sich rechtfertigen sicher nicht den Aufwand, der mit einem Wechsel des Betriebssystems verbunden ist. Der wahre Treiber für die Windows 7-Migration liegt im Auslaufen des Supports für Windows XP.

 

Windows XP Lebenszyklus und Auswirkungen auf die Windows 7 Migrationsstrategie

Windows XP Lebenszyklus und Auswirkungen auf die Windows 7 Migrationsstrategie

Bildquelle: eigene Darstellung

 

 

Es existieren fünf grundsätzliche  Strategien

1.       Beharren auf Windows XP

2.       Migration auf Windows Vista

3.       Umstellung auf ein alternatives Betriebssystem

4.       Frühe Migration auf Windows 8

5.       Migration auf Windows 7

 

Die ersten beiden Alternativen können sehr schnell ad acta gelegt werden.

 

Eine auf Windows XP basierende Desktop Infrastruktur wird relativ schnell instabil werden:

  • bekannte Sicherheitslücken im Betriebssystem und im Internet Explorer 6 werden nicht geschlossen
  • Neue Peripheriegeräte wie Scanner oder Drucker werden ohne passende Treiber ausgeliefert
  • existierende Softwarekomponenten werden nicht mehr im Hinblick auf XP Kompatibilität weiterentwickelt

 

Eine Migration auf Windows Vista bringt gegenüber einer Windows 7-Migration keinerlei Kostenvorteile und einen wesentlich geringeren Nutzen und fällt damit ebenfalls aus. Alternative Betriebssysteme zu Microsoft Windows existieren zwar, der überwiegende Anteil der Business-Anwendungen ist aber auf diesem System nicht lauffähig.

Das Warten auf Windows 8 und eine frühe Migration ist anscheinend möglich, aber wir raten aus zwei Gründen davon ab:

Der oben dargestellte  Zeitrahmen wurde von Microsoft nicht offiziell bestätigt. Die auf der CES 2011 in Las Vegas angekündigte Portierung von Windows 8 auf ARM-Prozessoren und die Optimierung des Systems auf Tablets können die Zeitplanung durchaus nach hinten verschieben.

Die für Windows 8 angekündigten Neuerungen legen nahe, dass sich insbesondere  die Betriebsprozesse stark verändern werden. Dementsprechend wird eine Migration auf Windows 8 längere Vorlaufzeiten benötigen. Die Risiken, die ein Verbleiben auf Windows XP mit sich bringt, drohen in diesen Fällen dann real zu werden. Daher raten wir von diesem Vorgehen ab.

Damit gibt es keine brauchbare Alternativen zu einer Windows 7-Migration.

 

Wann umstellen?

Eine Migration auf Windows 7 dauert je nach Komplexität der Infrastruktur zwischen vier Monaten und zwei Jahren.  Zeitbestimmende Faktoren sind:

  • Tauglichkeit der Hardware
  • Kompatibilität der Anwendungen
  • Elemente der Migrationsstrategie
  • Bündelung der Migrationsthemen
    • Kombination einer Migration auf Office 2010 oder Internet Explorer 9
    • Änderung von Prozessen im Client Management
    • Hardwaretausch


Auf der Seite der Hersteller sind alle notwendigen Voraussetzungen gegeben. Windows 7 läuft stabil und sicher. Die RTM (Ready To Manufacture) Version  des Service Pack 1 ist als Beta-Version ist bereits verfügbar und die endgültige Freigabe wird in naher Zukunft erfolgen.

Handlungsempfehlungen

  1. Eine Migration auf Windows 7 sollte spätestens Mitte 2013 abgeschlossen sein.
  2. Die Windows 7 Migrationsstrategie und die Timeline für die Migration sollte noch in diesem Jahr festgelegt werden.
  3. Der SMART Windows 7-Migrationscheck ermöglicht es, schnell eine hohe Planungssicherheit zu erlangen.

 

Von Windows Vista auf Windows 7 migrieren

Die Rahmenbedingungen unterscheiden sich für alle diejenigen, die bereits auf Windows Vista migriert haben, deutlich:

  • Migrationskosten von Windows Vista auf Windows 7 sind deutlich geringer als von Windows XP aus Windows 7
  • Windows Vista wird von Microsoft ausreichend lang unterstützt
  • da Windows 7 ein Major Release von Windows Vista ist, sind die Treiber und Anwendungen weitgehend kompatibel

 

Damit existieren hier deutlich mehr Optionen:

  • Migration auf Windows 7
  • Auslassen von Windows 7 und Migration auf Windows 8
  • Grundsätzlicher Wechsel des Betriebssystems

 

Akuter Handlungsbedarf ist hier bis Ende 2012 nicht gegeben. Bis dahin wird sich die Technik weiterentwickeln, insbesondere Tablets, Browser-basierte Betriebssysteme, Virtualisierung werden zusätzliche Optionen ermöglichen.

SMART Windows 7 Migrationsmodell

SMART Windows 7 Migrationsmodell

Das H&D SMART Modell: modulares Vorgehen beispielsweise zur Migration auf Windows 7

 

Viele Migrations- und Implementierungsprojekte scheitern an einem starren Projektmanagement. Oftmals sind z. B. die Arbeitspakete zu groß und zu undurchsichtig. Trotz überschrittener Projektbudgets ist häufig kein Nutzen erkennbar.

 

Was macht H&D smarter? Was macht H&D anders als die anderen?

 

Die Basis des H&D SMART Modells ist ein H&D SMART Check. Auf den Ebenen Mitarbeiter, Prozesse, Technologie, Partner und Management bewerten unsere Spezialisten Ihren Reifegrad. Wir definieren nach der Reifegradanalyse Ihren Benefit und geben Ihnen eine Empfehlung über Leistungsmodule in Ihrem vorgesehenen Projekt.

Die Vorteile:

  • eigenständig geplante Leistungsmodule
  • definierter Return on Invest
  • finanzielle Planungssicherheit
  • Quick Wins
  •  agiles Projektmanagement
  • Projektkontrolle
  • Transparenz

 

Unser Angebot H&D SMART Office 2010-/Windows 7-Migration

 

Unsere Leistungen für Sie generieren wir aus dem H&D SMART Migration Check.

Mögliche Leistungen:

  • Infrastrukturanalyse
  • Risikoanalyse
  • Hardware- und Softwareanalyse
  • Projektsteuerung
  • Projektmarketing
  • Lizenzierungscheck
  • Applikations-Kompatibilitäts-Check (ACF)
  • Geschäftsprozess-Kompatibilität
  • Auswahl von Migrationstools
  • Entwicklung/Optimierung Client-Design-Prozess
  • Entwicklung/Optimierung Client-Deployment-Prozess
  • Dokumentenmigrationscheck
  • Entwicklung und Rollout des Pilot-Clients
  • Entwicklung und Rollout des Standard-Client
  • Qualifizierung Ihrer Mitarbeiter durch angepasste, zielgruppenorientierte Schulungen

64-Bit oder 32-Bit?

64-Bit oder 32-Bit?

Windows 7 ist in allen für das Unternehmensumfeld relevanten Versionen sowohl als 32-Bit Version als auch in einer 64-Bit Version vorhanden. Eine der grundlegenden Fragen, die bei der Migration auf Windows 7 beantwortet werden müssen, ist, auf welches System migriert werden soll.

Auswertungen zeigen zwar, dass die überwiegende Mehrheit der weltweiten Windows 7 Installationen auf der 64-Bit Version aufsetzen. Dieses ist aber hauptsächlich dem Umstand geschuldet, dass für Endgeräte im Consumer-Bereich durch die OEMs überwiegend die 64-Bit Variante des Betriebssystems vorinstalliert wird.


Vorteile der 64-Bit Version

 

Nachteile der 64-Bit Version

Geschwindigkeit

64-Bit Programme laufen auf einem 64-Bit Betriebssystem deutlich schneller, dies ist insbesondere bei rechenintensiven Anwendungen, etwa im CAx-Bereich oder bei der Videobearbeitung wichtig.

Für viele ältere Hardware wie Scanner, Drucker oder Grafikkarten sind keine  64-Bit Treiber verfügbar.

Bessere Speichernutzung

64-Bit Systeme nutzen den Speicher des Computers effizienter.

Ältere 16-Bit Programme laufen nicht mehr

Zukunftsfähigkeit

Der Trend bei Betriebssystemen und Anwendungen  geht immer mehr in Richtung 64- Bit. Zahlreiche  Systeme wie Windows Server 2008 oder der  Sharepoint Server  2010 sind ausschließlich in dieser Version erhältlich. Das Marktforschungsunternehmen Gartner sagt, dass bis 2014 auf 75% aller geschäftlich genutzten PCs ein 64-Bit Betriebssystem laufen wird. Intel hat seine Erfahrungen beim Umstieg auf 64-Bit in einem Whitepaper zusammengestellt.

Für verschiedene Plug-Ins gibt es keine 64-Bit Version, dies kann in Einzelfällen zu Performance-Einbußen führen.

Bit Software ist auf 64-Bit Systemen in aller Regel lauffähig.

 

 

In gemischten 32-Bit / 64-Bit Umgebungen gibt es Probleme, wenn Anwender unterschiedliche Betriebssystemversionen nutzen.

 


Unter den genannten Nachteilen befinden sich augenscheinlich auch einige Job-Stopper.

Folgende Vorgehensweise  empfehlen wir   für die Auswahl der optimalen Windows Variante:

  1. Analyse  im Vorfeld der Windows 7-Migration. H&D bietet mit der SMART Windows 7 Applikations-Kompatibilitäts-Check (ACF) eine sichere Möglichkeit, mögliche Kompatibilitätsprobleme bereits im Vorfeld zu erkennen. Für viele Themen existieren bereits einfache Lösungen.
  2. Lassen sich die Inkompatibilitäten auch mittels Anwendungsvirtualisierung nicht beseitigen oder kommt dieses Verfahren aus anderen Gründen nicht in Frage, so bleibt nur die Möglichkeit, auf die 32-Bit Version von Windows 7 zu migrieren.
  3. In allen anderen Fällen ist Windows 7 in der 64-Bit Version die bessere Wahl.

 

 

Windows 7 und Office 2010 gemeinsam migrieren?

Windows 7 und Office 2010 gemeinsam migrieren?

Wie auch schon in der Vergangenheit, hat Microsoft im Anschluss an ein neues Windows Betriebssystem auch eine Office Version veröffentlicht, aktuell Office 2010.

Die Idee einer zeitgleichen Migration auf Windows 7 und Office 2010 liegt in der Nutzung von Synergien im Design des neuen Arbeitsplatzes. Auf der anderen Seite kann sich die Migration des Office Paktes, insbesondere bei hohem Customizing Anteil und starker Integration in die Betriebsprozesse, zu einem aufwändigen und Risikoreichen Projekt entwickeln.

 

Treiber für die Komplexität sind

  • mangelnde Auf- und Abwärtskompatibilität der Produkte. D.h. alte Dokumente (dazu zählen auch Access Datenbanken und VBA Makros) sind mit den neuen Versionen nicht immer kompatibel und auch die Verwendung neuer Dokumente mit alten Produkten klappt nicht in allen Fällen. Dies hat unter Umständen erheblichen Einfluss auf die geplanten Migrationsabläufe.
  • Benutzung von 3rd Party Produkten, wie z.B. DMS Systeme, Sharepoint Anwendungen.

Microsoft stellt diverse Hilfsmittel zur Verfügung, mit denen sich der Aufwand einer Office 2010 Migration abschätzen lässt:

  • Office Migration Planning Manager (OMPM)
  • Office Code Compatibility Inspector (OCCI)
  • Office Environment Assessment Tool (OEAT)

Dennoch werden durch diese Tools nicht alle Fallstricke identifiziert, so dass  die Hinzuziehung von Experten mit Migrationserfahrung dringend anzuraten ist. Die geeignete Migrationsstrategie ergibt sich direkt aus der Analyse im Vorfeld.

 

Unsere Empfehlung dazu lautet:

  • Bei geringer oder mittlerer Komplexität des Migrationsvorhabens sollte eine Migration des Office Pakets gemeinsam mit dem Betriebssystem erfolgen.
  • Bei hoher Komplexität des Vorhabens sollte die Office Migration vor der Betriebssystem- Migration stattfinden.

Erfolgsfaktoren einer Windows 7 Migration

Erfolgsfaktoren einer Windows 7 Migration

1.       Auf Nachhaltigkeit setzen

End-user-Computing ist mehr als das Betriebssystem,  die Windows 7 Migrationsthematik muss daher integraler Bestandteil einer integrierten Desktop- bzw. End-User-Computing Strategie sein, die auch über einen längeren Zeitraum Bestand hat.

Wichtige Elemente dieser Strategie sind

  • Balance zwischen den Anforderungen der Anwender und Fachbereiche und denen der IT
  • Erschließung der Kosten- und Qualitätspotenziale durch Zentralisierung, Standardisierung und Automatisierung
  • Tragfähigkeit über einen längeren Zeitraum
  • Kohärenz zu absehbaren technologischen und organisatorischen Veränderungen

2.       Das gesamte Umfeld berücksichtigen

Eine Windows 7-Migration ist mehr als der Austausch eines Betriebssystems. Die folgenden Elemente  sind im Rahmen einer Migration des Betriebssystems relevant:

  • Migration von Daten und Konfiguration
    • Datensicherheit
    • Indizierung und Suche
    • Roaming
  • Anwendungen
    • Kompatibilität
    • Zugriff (notwendige Benutzerrechte oder Applikationsrechte)
    • Aktuelle und zukünftige Bebauungspläne
  • Betriebssystem
    • Migrationsstrategie
    • Client Design
    • Betriebsstrategie, z.B. Roaming / Mobilität
  • Hardware
    • Konsolidierung der Gerätevielfalt
    • Hardware Lifecycle Management

 

3.       Professionelles Projektmanagement aufsetzen

Es ist wichtig, die Windows 7 Migration als Change Projekt zu behandeln. Dies erfordert

  • Professionelle Projektorganisation
  • Einbindung der Betroffenen
  • Standardisierte, stabile Prozesse
  • Setzen eines ausreichenden Zeitrahmen, auch für Pilotierung und Testen
  • Fokus auf Prozesse, Organisation und Kommunikation, nicht ausschließlich auf Technologien

 

4.        Prozessen und Technologien pilotieren

Häufig werden nur die betroffenen Technologien pilotiert. Für ein funktionierendes End-User Computing ist aber auch ein reibungsloses Funktionieren der dazugehörenden Support Prozesse wichtig.

 

5.       Hochlaufkurven und Bugwellen einplanen

Trotz sorgfältiger Planung können nicht alle Eventualitäten einer Migration im Vorfeld abgefangen werden. Es ist daher vorteilhaft, die entstehenden Bugwellen bereits in die Planung einzubeziehen. Bei einer Migration auf Windows 7 müssen unterschiedliche Organisationseinheiten zusammenarbeiten. Dieses Zusammenspiel benötigt Zeit, um die volle Performance zu erreichen.

 

6.       Kontinuierlich Fortschritte und Erfolge messen

Die kontinuierliche Messung des Migrationsfortschritts hilft, auftretende Probleme rechtzeitig zu erkennen trägt wesentlich zur Transparenz bei.

Anwendungskompatibilität bei der Windows 7-Migration sicherstellen

Anwendungskompatibilität bei der Windows 7-Migration sicherstellen

Fehlende Anwendungskompatibilität ist einer der größten Stolpersteine auf dem Weg zu einer Windows 7-Migration.

 

Anwendungskompatibilität herstellen

Für die Inkompatibilität von vorhandenen Anwendungen mit Windows 7 gibt es vielfältige  Gründe. Änderungen in den Registry Strukturen, Änderungen in der Verzeichnisstruktur, Änderungen in der Berechtigungsstruktur sind nur einige der möglichen Ursachen:

Einige Kompatibilitätsprobleme, wie z.B. die Unterstützung alter HLP-Dateien, lassen  sich auf einfache Art lösen, andere, wie die Inkompatibilität verschiedener Version des Internet-Explorer oder 16-Bit Programme erfordern deutlich mehr Aufwand.

Für die Migration von Anwendungen auf Windows 7 stellt Microsoft einige Werkzeuge bereit. Das wichtigste ist das Microsoft Application Compatibility Toolkit 5.6  (ACT) .

Es enthält Komponenten zum Testen von Anwendungen und zur Analyse der Ursachen für Inkompatibilitäten, z.B. den Standard User Analyzer (SUA) oder den Microsoft Application Verifier.

Die so identifizierten Problemfelder können dann mit Hilfe von "Compatibility Fixes" oder "Shims" work-arounds entwickelt werden. Diese lassen sich dann in den Standard Windows Client integrieren.

 

Anwendungen virtualisieren

Für den Fall, dass diese Hilfsmittel nicht ausreichen, existieren auch noch eine Reihe von weiteren kommerziellen Produkten auf dem Markt, etwa die AOK Produkte der Firma ChangeBase.

Für den Fall, dass die Anwendungskompatibilität nicht auf diese Weise hergestellt werden kann, bietet sich die Nutzung von Virtualisierungslösungen an.  Da diese Lösungen aber von der Existenz einer Netzwerkverbindung abhängig sind, sind sie für mobile Anwender weniger geeignet.

Die einfachste Möglichkeit besteht in der Benutzung der Microsoft Terminal Services. Nachteile dieser Lösung sind allerdings die auch hier eingeschränkte Anwendungskompatibilität  sowie die eingeschränkten Management Funktionalitäten dieser Lösung.

Die zweite Alternative stellt die Anwendungsvirtualisierung dar. VMware, Microsoft oder Citrix stellen dafür geeignete Lösungen bereit. Bei den Anwendungsvirtualisierung wird die Anwendung vom Betriebssystem entkoppelt. Alle Interaktionen der Anwendung mit dem Betriebssystem werden abgefangen und in einer Sandbox verarbeitet. Bei dieser Lösung fallen zusätzlich Lizenzkosten an. Zudem kann die parallele Virtualisierung vieler inkompatibler Anwendungen den Betriebsaufwand deutlich erhöhen.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, dem Anwender zusätzlich zum Windows 7 Desktop einen weiteren XP Desktop virtuell bereitzustellen. Auch hier existieren u.a. Lösungen von VMware, Microsoft oder Citrix. Auch diese Lösung hat den Nachteil zusätzlicher Lizenzkosten und eines komplexen Managements.

 

IE6 in Windows 7 integrieren

Einer der dicken Stolpersteine auf dem Weg zu Windows 7 sind Inkompatibilitäten des unter XP verwendeten Internet Explorers 6 mit seinen Nachfolgern. Microsoft hatte seiner Zeit im IE6 non-Standard Technologien verwendet, um mehr Funktionalität bereit zu stellen. Da der aktuelle Internet Explorer 8 aber mehr auf Standards setzt, sind alle Anwendungen, die die speziellen IE6 Funktionen nutzen, nicht mehr kompatibel.

Die naheliegende Möglichkeit, Anwendungen zu migrieren, ist natürlich möglich. Sie kann sich aber in Einzelfällen als sehr aufwändig erweisen. Ein größeres Problem stellen Anwendungen dar, die von ihren Herstellern nicht weiterentwickelt werden. Hier bleibt nur die Möglichkeit, IE6 und IE8 gemeinsam bereitzustellen.

Da eine parallele Installation prinzipiell nicht möglich ist, bieten sich die oben bereits angesprochenen Virtualisierungsmöglichkeiten an. Allerdings hat jede dieser Möglichkeiten einen Pferdefuß:

Anwendungsvirtualisierung


 

Eine saubere Trennung zwischen Aufrufen des IE6 und des IE8, die es ermöglicht, dass alle alten Anwendungen den IE6, alle neuen hingegen den IE8 aufrufen,  ist nur in hohem Aufwand zu erreichen.

Anwendungsvirtualisierung



 

Eine Anwendungsvirtualisierung des IE6 ist zwar möglich, allerdings verstößt eine solche Lösung explizit gegen die Lizenzbestimmungen von Microsoft. Microsoft sieht den IE6 als integralen Bestandteil des Betriebssystems, so dass in einem solchen Fall Lizenzkosten anfallen.

Desktopvirtualisierung   

 

Diese Möglichkeit wird von Microsoft favorisiert, verursacht allerdings einen hohen Aufwand.

 

 

Welche der hier skizzierten Lösungsvarianten die am besten geeignete ist, kann nur eine Einzelbetrachtung zeigen.

Wie können wir Sie unterstützen? Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zur Windows-7-/Office-2010-Migration!