H&D International Group

Arbeitsplatzsicherheit steht bei uns ganz oben

11.04.2012 Pressemitteilung

H&D Geschäftsführer Bernhard Hönigsberg im Interview

Das vergangene Jahr war eines der erfolgreichsten in der Firmengeschichte der H&D International Group. Auch die ersten zwei Monate in 2012 stimmen den Sprecher der Geschäftsführung optimistisch. Zeit für ein Gespräch mit Bernhard Hönigsberg im neuen Firmengebäude in Gifhorn. Dass es sich um ein Büro von H&D handelt, ist unübersehbar: Schneeweiß gestrichene Wände werden von blauen Fensterrahmen geziert. Ein Globus auf Hönigsbergs Schreibtisch symbolisiert das global agierende Unternehmen. Hönigsberg erscheint mit dunkelroter Krawatte und im weißen Hemd. Er formuliert präzise, stets korrekt und er spricht entschlossen. Viele seiner Formulierungen klingen gar euphorisch. Hönigsberg sieht höchst optimistisch in die Zukunft. H&D soll weiter wachsen. Rund 200 Stellen will man in den nächsten Monaten besetzen. Das Social Media Team sprach mit dem Gründer von H&D über seine Unternehmensphilosophie, den Aufwärtstrend der IT-Industrie, die Euro-Krise und die Trends für 2012.

Die deutsche IT-Industrie sieht sich 2012 im Aufwärtstrend. Der Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik werde im kommenden Jahr um zwei Prozent auf 148 Milliarden Euro wachsen, teilte der Branchenverband BITKOM unter Berufung auf eine Umfrage mit. Ist dieser erneute Aufschwung auch in den Auftragsbüchern von H&D zu bemerken?
Bernhard Hönigsberg: Sehr deutlich sogar. Wir starteten zuversichtlich in dieses Jahr. Bereits vor dem Jahreswechsel konnten wir auf ein beachtliches Auftragsvolumen für 2012 blicken. Wir sind überzeugt, dass wir in unserem Kerngeschäft, den IT Services, ein Wachstum weit über dem Durchschnitt erwarten können. Auch die ersten zwei Monate des Jahres stimmen uns optimistisch, eine Umsatzsteigerung im zweistelligen Bereich zu erreichen.

Wie verlief das vergangene Geschäftsjahr für die H&D International Group und welche Ziele konnten erreicht werden?
Hönigsberg: 2011 war eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte von H&D. Neben der Steigerung von Umsatz und Ertrag haben wir Erfolge in Übersee zu verzeichnen. Mithilfe unserer mittlerweile mehr als 1500 Mitarbeiter konnten wir ein Umsatzwachstum von knapp 30 Prozent erreichen. Der Ausbau strategischer Partnerschaften war ein wichtiges Thema. Wir freuen uns beispielsweise über den neuen Status als „Apple Approved Trainings Center“ (AATC). Microsoft führt uns mittlerweile als Black Belt Partner. Das geplante Ziel für den Bereich Managed Services wurde erreicht. 2011 war auch ein erfolgreiches Jahr für die H&D-Start-Ups in Mexico und den USA, die das operative Geschäft aufgenommen haben. Wenn wir uns mit Wettbewerbern vergleichen, die den Sprung über den Teich machen, benötigen diese wesentlich mehr Zeit, um in Übersee produktiv zu werden. Besonders stolz sind wir nicht zuletzt auch auf den Umzug in das neue Firmengebäude und die Eröffnung unseres Betriebskindergartens Robin HuD.

Am 21. März dieses Jahres hat H&D einen weiteren Trainingsstandort in Hannover eröffnet. Was für Trainings werden dort stattfinden?
Hönigsberg: Es handelt sich um ein Apple-Trainingscenter. Wir haben verschiedene Dinge erwogen, wie wir uns stärker im Thema Apple engagieren können. Derzeit beschäftigen wir uns hauptsächlich mit dem Thema Microsoft – sind zudem ein starker Microsoftpartner. Da wir nicht eingleisig fahren wollen, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Anhand der iPads ist es Apple gelungen, auch im Bereich Business Fuß zu fassen. Auch die Macintosh-Plattform hat einen zweistelligen Verkaufszuwachs erfahren – im Zuge des Hypes um iPhones und iPads. Das ist für uns ein Zukunftsthema. Wir dürfen das Apple-Logo dann führen, wenn wir ein Trainingscenter sind. Hannover hat sich hier als günstiger Standort erwiesen. Da Apple noch über keinen Trainingsstandort im Norden Deutschlands verfügt, werden wir vom Unternehmen tatkräftig unterstützt. Apple sieht uns als starkes Unternehmen an und vertraut uns.

Sehen Sie die Euro-Krise längerfristig als Gefahr für das Geschäft?
Hönigsberg: Man muss zunächst abwarten, wie sich die Krise auswirken wird. Die Euro-Krise hat einen Effekt, der in der Fachpresse wenig diskutiert wird. Sie führt dazu, dass der Euro schwach ist. Je schwächer der Euro, desto stärker ist Deutschland als Exportnation, weil unsere Waren außerhalb der EU preiswerter angeboten werden können. Die momentane Entwicklung ist demnach für Deutschland nicht in allen Aspekten so schlecht – auch wenn es unter dem Strich teurer wird, wenn man Griechenland stützen muss und die Energiekosten steigen. Ein stärkerer Euro könnte für Deutschland auch negative Auswirkungen haben.
Gartner hat im Januar dieses Jahres seine Prognose für die weltweite IT-Nachfrage der momentanen Situation angepasst und deutlich gesenkt. Sollten unsere Kunden ihre großen Investitionen hinauszögern, werden wir das in einigen Geschäftsfeldern spüren. Wir teilen aber auch die Einschätzung Gartners, die 23 Prozent der Gesamt-IT-Ausgaben für IT-Dienstleistungen vorhersagt.

Wie schätzen Sie die Stimmung bei Ihren Kunden ein?
Hönigsberg: Unsere Hauptkunden sind optimistisch. 2011 war ein außerordentlich gutes Jahr. Unsere Kunden im Automotive-Bereich beispielsweise prognostizieren für dieses Jahr wegen des starken Absatzmarktes in China und den USA ein weltweites Wachstum von circa 2 Prozent, wenn sich auch auf dem europäischen Markt der Gegenwind bemerkbar macht. Auch das Fazit einer Befragung von IT-Entscheidern des Marktanalyse-Unternehmen IDC stimmt zuversichtlich. So erwarten 40 Prozent der Unternehmen gleichbleibende ITK-Budgets. Im H&D-Kerngeschäftsfeld, den IT-Services, rechnen wir – der Krise zum Trotz – mit überdurchschnittlichem Wachstum.

Laut Marktforschern wird 2012 das Jahr des Aufstiegs mobiler Technologien. Auf welchem Feld sehen Sie die größten Chancen und welche Trends werden für Sie die größte Rolle spielen?
Hönigsberg: Mobile Endgeräte & ByoD stellt jede IT vor Herausforderungen. Hier sehen wir viel Potential – von Beratung bei der Wahl des passenden Device über die Integration in die bestehenden IT-Infrastrukturen. Cloud-Computing – in jeder Ausprägung – wird das Thema 2012. Auch im Bereich Private Cloud sind wir aktiv. Cloud haben wir innerhalb H&D aufgebaut, um die Beratungsleistungen erbringen zu können. Im Vorfeld der Cloud-Thematik steht die Virtualisierung – auch diese leisten wir im Auftrag unserer Kunden.

H&D war in diesem Jahr gleich mit drei Ständen auf der CeBIT vertreten. Welche Ziele verfolgte H&D mit den Auftritten auf der weltweit größten Messe zur Darstellung digitaler Lösungen aus der ITK?
Hönigsberg: Wir waren nur als Partner von großen Anbietern wie beispielsweise Citrix oder Microsoft auf der CeBIT vertreten. Das hat finanzielle Gründe. Ein eigener Cebit-Stand, in einer Größe, in der wir uns gut repräsentiert fühlen würden, ist schlichtweg zu teuer. Wir als IT-Dienstleister sehen unsere Klientel auf der CeBIT nicht stark vertreten. Als langjähriger Partner von Microsoft beteiligten wir uns am Microsoft Messeauftritt und präsentieren als System-Management-Experten H&D-Lösungen zur Automation von IT-Prozessen. Der Auftritt im „Virtualisation & Storage Forum“ der CeBIT befasste sich mit dem „Arbeitsplatz der Zukunft“ auf Grundlage modernster Cloud-Infrastrukturen. Wir rechnen bei einer solchen Messe nicht damit, dass Vertreter von Großunternehmen uns aufsuchen, die Budgets haben und diese bei einem IT-Dienstleister platzieren wollen. Daher war unser Engagement auf der CeBIT eingeschränkt. Punktuell waren wir natürlich mit Lösungen von Microsoft und Citrix tätig und wollten uns dort als Lösungsanbieter mit Deep-Insight-Know-how präsentieren. Und das vor allem deswegen, weil die CeBIT ein unverzichtbarer Branchentreff, aber auch Networking-Plattform für Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft ist. In Hannover bietet sich uns die Möglichkeit, direkt an die verschiedenen Zielgruppen im Fokus heranzutreten, unsere Dienstleitungen zu platzieren und uns als Marke zu positionieren.

Der dritte H&D-Auftritt zum Thema „Karrierechance für IT-Fachleute“ resultiert aus den unbesetzten Stellen bei H&D und stellt somit eine der Recruiting-Maßnahmen des Jahres dar. Wie viele Stellen gilt es zu besetzen?
Hönigsberg: Wir haben derzeit über 200 offene Stellen und diese wollen wir natürlich besetzen. H&D ist weiterhin auf Wachstumskurs und dazu benötigen wir die besten Mitarbeiter. Parallel dazu – und das unterscheidet den Mittelstand von den Großkonzernen – setzen wir sehr stark auf Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter, die bereits an Bord sind.

Was kommt 2012 auf H&D zu und welche Ziele sind anvisiert?
Hönigsberg: Das Thema IT-Industrialisierung wird uns im Service-Bereich beschäftigen. Wir werden weiter an der H&D Cloud Computing Strategie arbeiten. Gleiches gilt für die Themen Virtualisierung von Servern und Desktops, Mobilität und Sicherheit. Vertrieblich stärker tätig zu werden, ist sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung für H&D. Überfachlich müssen wir uns mit dem massiven Fachkräftemangel auseinandersetzen.

H&D steht somit vor der Herausforderung, als mittelständisches Unternehmen gegen die „Riesen“ im Markt den Kampf um neue Mitarbeiter aufzunehmen.
Hönigsberg: Employer Branding wird auch in 2012 ein großes Thema sein. H&D hat diese Herausforderung bisher stets gut gemeistert. Die großen Unternehmen haben den Nachteil, dass sie sehr hierarchisch agieren. Ein Mitarbeiter ist dort nur ein ganz kleines Rädchen im Getriebe. Und das ist im Mittelstand nicht so: Jeder einzelne Mitarbeiter liegt dem Mittelstandschef am Herzen. Ich lasse mir beispielsweise von jedem Austritt persönlich berichten und gehe der Frage nach, warum wir den jeweiligen Mitarbeiter nicht halten konnten. In den IT Großkonzernen läuft dies wesentlich unpersönlicher ab. Man hat dort teilweise weniger Einfluss auf seine Arbeitsumgebung und sicherlich selten die Möglichkeit, den höchsten Chef des Unternehmens persönlich zu sprechen.

Das ist sicherlich einer der Gründe, warum man sich bei H&D bewerben sollte.
Hönigsberg: Arbeitsplatzsicherheit und die Dynamik des Unternehmens stehen ganz oben. Auch die persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten spielen für uns eine große Rolle. Jeder Mitarbeiter soll wissen, welche Entwicklungsmöglichkeiten er fachlich und gehaltlich im Unternehmen hat. Die Chance, in einem IT Großkonzern innerhalb von sechs, sieben Jahren von der Einstellung bis zur Konzernspitze zu gelangen, ist praktisch nicht gegeben. Bei H&D ist das möglich. Das hat auch damit zu tun, dass wir nur drei Hierarchiestufen haben: Projektleiter, Operational Manager und Geschäftsführer. Wenn wir sehen, jemand tut sich hervor, jemand ist engagiert und ist in der Lage, als Business-Driver zu arbeiten, dann fördern wir denjenigen sehr schnell.

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